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RUND UMS THEMA
TROCKENWERDEN

Vorallem für die Kinder ist das Trockenwerden ein bedeutsamer Schritt in Richtung Eigenständigkeit und Selbstwirksamkeit. Für uns als Eltern ist es entlastend wenn dieser Schritt gelingt.

DEN WEG BEGINNEN

Wie und wann sollen wir Eltern beginnen unsere Kinder ans Trockenwerden heranzuführen? 

Diese Frage beschäftigt viele Eltern, oft sind wir, gerade auch durch die Vielfalt an Meinungen, unsicher wie wir Vorgehen sollen. 

Mir ist es ein Anliegen das Thema zusammen mit den biologischen Vorgängen in unserem Körper zu betrachten.

Wusstest du das unsere Ausscheidung überwiegend durch Reflexe gesteuert wird und Reflexe gar nicht reifen können?

Idealerweise beginnen wir den Weg des Trockenwerdens schon früh, also noch vor dem vollendeten dritten Lebensjahr. 

Aquarell Blume
MÖGLICHE PROBLEME BEIM TROCKENWERDEN

Leider verläuft der Prozess des Trockenwerdens nicht immer ohne Hürden und Hindernisse.

Folgende Komplikationen und Ausscheideprobleme treten auf dem Weg zum Trockenwerden am häufigsten auf:

  • Generelle WC oder Töpfchenverweigerung

  • TVS (Das Kind verrichtet den Stuhl nur in die Windel)

  • Obstipation (Chronische Verstopfung)

  • Inkontinenz  (Unkontrollierter Urinverlust tagsüber)

  • Enuresis (Bettnässen)

Gerne stehe ich euch bei Bedarf zur Seite. Zusammen wecken wir die intrinsische Motivation eures Kindes und nehmen die biologischen Vorraussetzungen um sauber und trocken zu werden genauer unter die Lupe...

DIE GESCHICHTLICHEN ASPEKTE

Damit wir die heutige Praxis verstehen, lohnt sich ein Blick zurück in die Geschichte der Reinlichkeitserziehung.

WIE ALLES BEGANN...

In der Nachkriegszeit der 1950er Jahre, wurde in fast allen Familien ein gezieltes Töpfchentraining eingesetzt. Unter Einfluss der damals vorherrschenden strengen autoritären Erziehung, geschah dies oft unter drastischen Mitteln und auch unter Zwang. Die Erziehungsleistung der Mutter wurde unter anderem daran gemessen, wie früh ihr Kind trocken und sauber wurde.

 

DIE WENDE

Mit der 68er-Bewegung wandelte sich auch die gängige Erziehungshaltung in eine mehr und mehr dem Kind orientierte Pädagogik.

Mann begann nun deutlich später mit dem Töpfchentraining und ging das ganze auch viel lockerer an. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat natürlich zu einem nicht unbedeutenden Teil auch der technische Fortschritt. Waschmaschinen wurden erschwinglich und auch die Wegwerfwindel fand ab den 1970er Jahren den Einzug in die schweizer Haushalte. Um das Jahr 1980 herum wurde sie zum Standard.

 

REMO LARGO'S BERÜHMTE STUDIE

An dieser Stelle kommt nun die Zürcher Longitudialstudie kurz ZLS ins Spiel.

Die sogenannte ZLS-1 erhob bereits in den Jahren von 1954 bis 1964 Daten von 350 Kindern unter anderem zum Thema Reinlichkeitserziehung.

In einer weiteren Erhebung von 1974 bis 1984, diesmal unter der Leitung von Remo Largo, wurden wiederum diverse Daten, zur Reinlichkeit von diesmal 330 Kindern, erhoben.

 

Daraus wurde ersichtlich, dass die Kinder der ersten Erhebung, die ja aufgrund des zeitlichen Bezugs einem sehr exzessiven Töpfchentraining ausgesetzt waren, nicht früher trocken und sauber wurden,

als die Kinder der zweiten Erhebung bei denen man ca. ein Jahr später mit dem Töpfchentraining begonnen hat und ganz allgemein die Thematik schon viel gelassener angegangen ist.

 

Die Schlussfolgerung von Remo Largo war, dass das trocken und sauber werden von Kleinkindern einem Reifeprozess unterliegt den man durch gezieltes Töpfchentraining nicht beschleunigen kann.

Eltern sollen solange mit der Sauberkeitserziehung warten, bis das Kind durch Eigeninitiative anzeigt, dass es bereit ist sauber und trocken zu werden.

 

NACH DER STUDIE

Remo Largo`s Studie zur Reinlichkeit fand eine sehr grosse Beachtung.

Natürlich wollte ja auch niemand zurück zu den autoritären Methoden der 1950er Jahre.

Nun wurde den Müttern vermittelt sie sollen ihr Kind nicht mehr auf das Töpfchen setzen.

Kinder die auf den Topf gesetzt werden seien nur deshalb sauber weil sie ständig auf den Topf gesetzt werden. Das Kind spüre von selbst wann die Zeit reif sei für diesen Schritt.

 

Diese Entwicklung spielte zusammen mit der Weiterentwicklung der Wegwerfwindeln, denn diese wurden mit der Zeit immer praktischer und saugfähiger.

Um das Jahr 1990 entwickelte man die sogenannten superabsorbierenden Windeln.

Diese enthalten ein Granulat auf Erdölbasis das enorm saugfähig ist und bewirkt, dass sich die Windeln äusserlich immer Trocken anfühlt.

Beinahe alle heutigen verkauften Windeln sind mit Superabsorbern ausgestattet.

Das Problem daran ist nur, dass die Kinder teilweise schlicht gar nicht mehr merken, dass da «etwas» aus ihnen herausläuft. Die Windel saugt ja sofort alles auf und bleibt äusserlich trocken.

 

WO HINKT DIE STUDIE?

Allein die Tatsache, dass die Studie von Remo Largo nun schon über 40 Jahre alt ist, sollte zum kritischen Hinterfragen derselben anregen. Unter heutigen Massstäben würde man auch eine viel grössere Anzahl Probanden in die Studie einbeziehen.

Desweiteren kam die Wegwerfwindel erst so richtig standardmässig in unserer Gesellschaft an, als die Studie bereits abgeschlossen wurde.

Man hat also die Auswirkungen der Wegwerfwindel noch gar nie richtig untersucht. 

Zusätzlich hat sich die Wegwerfwindel seither drastisch verändert, sie wurde massiv saugstärker.

Über diese superabsorbierenden Windeln existieren bisher schlicht noch gar keine wissenschaftliche Erkenntisse.

Heute wissen wir, dass unser Ausscheidevorgang überwiegend durch Reflexe gesteuert wird und Reflexe können gar nicht reifen…

Remo Largo hat sehr wohl herausgefunden in welchem Alter Kleinkinder ihre Ausscheidung ganz bewusst wahrnehmen können, doch die Vernetzungen im kindlichen Gehirn erfolgen schon sehr viel früher. Auch ein fünf Monate altes Baby kann seinen Pipi schon zurückhalten. Diesem Baby ist einfach noch nicht bewusst, dass es seinen Pipi gerade zurückhaltet.

Wie alle frühkindlichen Reflexe verliert sich auch der frühkindliche Ausscheidereflex wenn er nicht gebraucht wird. Wird der Reflex jedoch von Beginn an stimuliert, lösen höhere Schaltkreise im Gehirn diesen ab und wichtige neuronale Verbindungen werden schon hergestellt.

Somit ergibt sich eine weitere Besonderheit die in der Studie von Remo Largo nicht beachtet wurde...

Um es mit den Worten von Rita Messmer auszudrücken:

Verändert man die Anfangsbedingungen, verändert sich alles!

 

UND HEUTE?

Noch heute stützt sich die offizielle Lehrmeinung wie zum Beispiel die Mütter und Väterberatung bis hin zur ärztlichen Lehrmeinung auf die ZLS-Studie von Remo Largo. Auch beinahe alle Bücher, Ratschläge und Artikel zum Thema der Reinlichkeit beziehen sich auf die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse.

Was dabei jedoch oft unterzugehen scheint, ist, dass Remo Largo unter anderem auch darauf aufmerksam gemacht hat, dass dieser von ihm beschriebene Entwicklungschritt auch verpasst werden kann und die davon ausgehenden Folgen nachher nur mit grossem Aufwand wieder behoben werden können.

Dass der Durchschnitt der Kinder heutzutage viel länger in den Windeln steckt als dies noch vor

40 Jahren der Fall war, ist mittlerweile unbestritten.

Es fällt auch auf, dass Kinder heutzutage viel öfters mit Ausscheideproblemen aller Art konfrontiert sind alls dies zu früheren Zeiten der Fall gewesen ist.

Dies können uns auch die Arztpraxen bestätigen, die Kindern mit Verstopfung beinahe in Dauerschleife Macrocol verschreiben müssen. Auch langwieriges Bettnässen oder die Inkontinenz bei Kindern hat massiv zugenommen.

 

Meiner Meinung nach sind dringend neue Studien zur Reinlichkeit angezeigt. Zum einen müsste man die kindliche Entwicklung und Gesundheit von Kindern die mit Wegwerfwindeln gewickelt werden mit denjenigen vergleichen die mit Stoffwindelsystemen gewickelt werden. Zum anderen müsste jedoch auch dringend einbezogen werden wie sich die ganze Thematik mit Kindern verhaltet, die von Geburt an abgehalten worden sind. Ich denke da würden sich sehr spannende und zum nachdenken anregende Erkenntnisse gewinnen lassen...

Die Auswirkungen der Wegwerfwindeln auf die Gesundheit und das Trockenwerden unserer Kinder wurde noch gar nie untersucht..

MEIN
BERATUNGSANGEBOT

Ob ihr den Weg des trockenwerden beginnen möchtet oder schon mitten drin steckt, als ausgebildete EPM-Beraterin nach Rita Messmer stehe ich dir mit viel Hintergrundwissen zur Seite.

Auch bei diversen Ausscheideproblemen kann ich euch behilflich sein.

MÖGLICHE THEMEN

GUT VORBEREITET

Du möchtest dich von Beginn an sicher und kompetent fühlen mit dem Weg den du und dein Kind einschlagen werdet..

ES KLEMMT IRGENDWO

Du fragst dich wie du weiterfahren sollst? Bis jetzt hat der eingeschlagene Weg nicht den erhoften Erfolg gezeigt?

AUSSCHEIDEPROBLEME

Du kämpfst schon länger mit einem Problem, welches die Ausscheidung deines Kindes betrifft?

BERATUNGSORTE

BEI MIR

Gerne heisse ich dich in meiner guten Stube Wilkommen!

BEI DIR

Du wärst froh wenn ich dich bei dir Zuhause besuche?

Das mach ich sehr gerne!

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Dann treffen wir uns doch einfach Online per Videokonferenz...

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Im Normalfall benötigen wir ungefähr zwei bis vier Beratungstermine um dein Anliegen zusammen angehen zu können. 

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Bis 20 km ab Zuckenriet

Kostenlos

Pro weiterer km 1.- CHF

FOLGEBERATUNGEN

60 min

Pauschal

65.- CHF

Inklusive einen Monat Nachbetreuung

Mir ist wichtig das sich alle mein Angebot leisten können. Kontaktiere mich auch, falls dir die Beratungspreise zu hoch erscheinen. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

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Ich berate nach dem Konzept von EPM. 

Dies ist die Abkürzung für die Entwicklungspädagogik nach Rita Messmer.

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